Montag, Februar 13, 2006

HC Slovan Usti nad Labem - HC Panthers Havirov

Die geschichte beginnt samstag, kurz nach dem mittag. Lydi und ich packen unsere sachen zusammen und setzten uns richtung esso in bautzen in bewegung. Juhu, wir sind sogar pünktlich. Blöderweise sind wir zur vereinbarten zeit die einzigen. Nach und nach trudeln alle ein. Schimmeck erklärt mir noch mal die strecke. Seine ausgedruckte route lässt mich hoffen, dass wir auch ankommen. Sprite und marcell hopsen bei mir ins auto. Bei ello fahren schimmeck, roscher und matze mit. Somit können wir pünktlich (mit zehn minuten verspätung) losfahren. Bis jetzt ging ja alles ziemlich glatt.
Das blieb auch so, zumindest bis zum kreisverkehr in dreistern, also etwa drei kilometer lang. Dann viel sprite ein, dass er sein auto nicht zugeschlossen hat. Also wieder zurück zur esso. Dort hatte sich schon ein als holzlieferant getarnter ganove an sprite's auto hergemacht Augenzwinkern
Nach mehrmaliger kontrolle stellte sprite dann fest, dass das auto eigentlich schon verschlossen war. Also gings zum zweiten mal los. Ello wartete mit seiner besatzung in göda an der tanke. Als wir dort ankamen, mussten wir noch auf schimmeck warten, der den aldi nebenan unsicher machte. Noch mal kurz für kleine jungs und ab gings. Komischerweise fuhren wir ne andere strecke, als schimmeck mir vorher beschrieben hatte, aber ich vertraute ello und fuhr hinterher. Kurz vor pirna dann erneut ein pinkelstopp. Nach kurzer schneeballschlacht und schimmeck-zusammen-scheißen (weil übelsten umweg gefahren) gings weiter. So erreichten wir dann auch irgendwann die grenze in bahratal. Gleich hinter der grenze musste ich tanken. da mir die erste tanke aber zu teuer erschien, steuerten wir auf die zweite zu. Für 1,06euro je liter voll getankt und mit dem gewissen soeben ein halbes vermögen gespart zu haben, zogen sich meine mundwinkel nach oben. Dies hielt etwa zehn kilometer an, bis zur nächsten tanke. Als ich sah, dass der sprit hier noch mal zehn cent billiger war, war meine gute laune verflogen und alle anderen lachten sich ins fäustchen (diese blödmänner!!!).
Als wir so durch das tiefverschneite nachbarland fuhren, hatten wir schon sorgen, ob wir denn überhaupt wieder nach hause kommen würden. Denn auf unserer strecke lagen einige berge mit ziemlich starkem gefälle. Und die fast mannshohen schneemassen riefen auch nicht gerade unser vertrauen auf den plan.
Gegen 15.50 uhr erreichten wir dann endlich das zimni stadion in usti. Wobei wir uns nicht ganz sicher waren, ob es wirklich die eishalle war. Von außen hatte es eher den anschein, als ob es sich um eine riesige,
verlassene lagerhalle aus der vorkriegszeit handelt. Runtergekommen, scheinbar kurz vor dem einsturz. Wir setzten uns in richtung einlass in bewegung. Das nächste problem war der kartenkauf. Wie verständigt man sich nur? Zum glück hatten wir unser sprachgenie schimmeck mit, der das alles fachmännisch regelte. Der preis für eine sitzplatzkate lag bei 60kronen (ca. zwei euro). Danach wurden erstmal die umliegenden fressbuden unter die lupe genommen und ein hot dog verschlungen. Während wir uns im hallenvorraum aufhielten, konnten wir schon das innere der halle sehen. Und wir staunten nicht schlechte. Eine schmucke halle, die einen wirklich guten eindruck machte. Kein vergleich zum äußeren erscheinungsbild. Als dann endlich die stadiontore geöffnet wurden strömten wir auch zielgerichtet ins stadioninnere. Nur ello wurde der eintritt verwährt, mit bier darf man dort eben nicht rein. Nun hieß es erstmal pläze suchen. Nachdem uns ein ordner mit fach-chinesisch, ähh fach-tschechisch, darauf aufmerksam gemacht hatte, dass wir nicht auf höhe der mittellinie sitzen dürften wichen wir etwas nach rechts aus. Auf dem eis drehte schon das maskotchen seine runden. Entweder der mensch war besoffen, oder hatte keine ahnung vom schlittshuhlaufen, jedenfalls sielte er sich mehr waagerecht aufm eis rum, als senkrecht darauf zu laufen. Kurz darauf kamen sie: die ottawa senators! Zumindest sahen sie so aus. Es waren die gäste aus havirov. Mit ihren weißen trikots mit schwarz und rot konnte man wirklich den eindruck bekommen, man würde die kanadischen senatoren sehen. Und nur wenig später kamen auch die in blau gekleideten gastgeber aufs eis. Schimmeck und ich setzten uns erstmal in richtung fanshop ab. Leider konnte der junge hinter dem plexiglas weder deutsch noch englisch. Und auch die internationale hand-und-fuß-sprach reichte nicht aus. So durfte schimmeck schließlich in den fanshop rein und tobte sich in der kiste mit den fanartikeln aus.
Leider waren weder aufnäher noch pins zu finden, so dass wir nverrichteter dinge wieder abzogen. Schnell noch einen heißen hund gemampft und zurück ins stadion auf unsere plätze. Das sollte sich aber als ziemlich schwierig herausstellen. Denn da, wo wir noch vor zehn minuten gesessen hatten, saßen jetzt slovanfans und von unseren mitreisenden war leider weit und breit nix zu sehen. Also durften wir erstmal alle tribünen absuchen. Wir fanden sie dann hinter dem slovan tor wieder. Wir hatten uns anscheinend bei den dauerkarten platziert und mussten deßhalb den sitzplatz noch mal tauschen. Genau hinter dem anderen tor war der "fan-block" von slovan. Etwa 150 leute, inklusive sieben trommeln, die für recht passable stimmung sorgten. Pünktlich zum spielbeginn füllte sich die halle auch noch etwas, so das
etwa 3000zuschauer das spiel sehen wollten. Jetzt ging endlich das spiel los. Von beginn an sah man, dass slovan hier keine diskussion am sieger der partie aufkommen lassen wollte. Nach dem ersten drittel stand es völlig erdient 2:0. in der drittelpause spielte der nachwuchs von slovan gegen sich selbst. Auf dem eis standen sich sechs gelbe und sieben blaue spieler gegenüber. Dieses kurze spielchen endete 1:1 und sorgte für viel "och guck ma, is das niedlich?"
als slovan das 3:0 erzielte hatte der gästegoalie die schnautze gestrichen voll und verlies sein tor mit der absicht nicht mehr zurück zu kommen. Bis zur zweiten drittelpause stand es dann 5:0 und es deutete sich ein debakel für havirov an. In der 45.minute bekam des gästetorwart einen schuß genau dorthin, wo es so verdammt dolle weh tut. Woraufhin er erstmal vom eis musste. Also durfte wieder der stammtorwart aufs eis. Er hielt seinen kasten drei minuten sauber und bekam dann das 6:0 eingeschenkt. Völlig frustriert ging er erneut vom eis und der wieder genesene back-up kam zurück. Etwa 20sekunden, dann stand es 7:0. das wars dann auch aus sportlicher sicht. Denn danach versuchten beide teams sich nicht mehr zu verletzten, was ganz schön zu lasten des spielflusses ging.
Für uns stand jetzt noch der heimweg auf dem programm. Auf dem weg vom stadion zum auto merkten wir schon, dass es ziemlich glatt ist, was uns für die bevorstehenden berge nicht gerade mut machte. Aber erstmal steuerten wir die auf dem weg liegende tanke an. Wo erstmal für 54 kronen vollgetankt wurde. Nachdem wir noch ne ehrenrunde vor der tanke gedreht hatten (ello's navi-gerät war glaube kaputt *ggg* ) gings richtung grenze. Leider nicht sehr lange, denn irgendwo zwischen schnee und eis wollte mein auto nimmer. Die räder drehten durch. Was nu? Lydi rückte ans steuer, wir drei kerle stiegen aus und schoben. Das auto fuhr dann weiter und wir durften etwa einen kilometer zu fuß zurücklegen. Das war aber zum glück das einzige problem mit dem weißen geläuf. Im grenzort entschieden wir uns dann noch für eine gaststätte um auf unseren neuen ground anzustoßen. Wir schlugen uns alle die bäuche voll, die einen mehr, die anderen weniger. Und einer sogar mit vorspeise, hauptgang und noch mal vorspeise smile
Nachdem schimmeck die tischdecke völlig versaut hatte und roschers tuhl irgendwie kaputt war, gings ans bezahlen. Der wirt wollte, dass wir alles doppelt bezahlen, weil deutschland zwei goldmedaillen bei olympia gewonnen hatte und tschechien noch nix. War ein ganz lustiger typ, der kneiper. Dann gings über die grenze, zurück nach goog old germany. Ello war vor uns dran und verschwand in die dunkle nacht. ich hätte nicht gedacht, dass wir ihn an diesem tag noch mal sehen würden. Aber etwa fünf kilometer später stand er in einer nebenstraße und ließ ganz aufgeregt auf und ab. Auf unsere nachfrage, was denn los sei, bekamen wir die antwort, dass einer seiner autoinsassen dringen ne toilette brauchte (wer wird von der redaktion hier nicht erwähnt *ggg*). Wir kümmerten uns nicht drum und fuhren weiter. An der esso in bautzen noch schnell sprite und marcell abgeladen und ab nach hause. Gegen 23uhr war unser platz-hoppsen zu ende.

Bilder vom Ausflug

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