Geplant war eigentlich die fahrt mit dem fanbus der bili tygri liberec zum auswärtsspiel nach prag. Leider wurde dieses spiel einen tag vorgezogen, weßhalb wir uns ein anderes match aussuchen mussten. Also fuhren wir (rocco, alex und ich) 16uhr in bautzen los. Zwei stunden sollten eigentlich für 70kilometer reichen. Leider hatten wir es mit der deutschen bahn, schneeregen und dickem nebel zu tun, so dass wir nicht ganz pünktlich in der halle waren. Es gab auch noch ziemliche verwunderung. Laut internet und laut ankündigungstafel vor dem stadion sollte decin gegen hvedza prag spielen. Allerdings hießen die gegner benesov.
HC Decin – VHS HC Benesov Die wichtigste zahl des spiels lautet 11:36. so viel war im ersten drittel gespielt als wir die halle betraten, wir hatten aber noch keine tore verpasst. Wir blieben einen moment ehrwürdig stehen, denn die halle ist ein wahrer kollos. An drei seiten gibt es sitzplatztribünen, 18reihen hoch. 6000zuschauer finden hier platz. Es gibt nur etwa 100stehplätze, welche für den fanclub ‚fanatics’ reserviert sind. dieser fanclub machte während dem ganzen spiel stimmung, gesinge, geklatsche, zwei trommeln. Decin ist tabellenführer, benesov achter, was einen heimsieg folgen lassen sollte. Das spiel plätscherte im ersten drittel so dahin. In der drittelpause folgten wir dem knurren unserer mägen und bewegten uns in die stadionkneipe. Dort herrschte ähnlich dicker neben wie vorher auf der straße und das obwohl am tresen klar ‚zakas koureni’ stand (rauchen verboten). War schon recht lustig. Beim weiteren betrachten der halle fiel mir ein zimmer auf, welches mit riesiger glasscheibe richtung stadioninneren ausgestattet war, direkt neben dem vip-bereich. Es handelte sich dabei um das vereinszimmer des deciner fanclubs. Im vereinszimmer saß einer vorm pc, gibt’s hier sogar nen live-zicker? Weiterhin zu erwähnen war die große videowand, die von allen plätzen gut zu sehen war und ein etwa vier meter hoher weihnachtsbaum hinter dem deciner tor. Im stadion waren etwa 450 zuschauer, davon rund 40 vom fanclub. Im zweiten drittel saßen wir hinter dem benesover tor, weil wir uns hier die meisten tore erhofften. Decin bestimmte klar das spiel, ohne sich jedoch ein bein auszureißen. In der 32.minute war es dann aber soweit. Bei überzahl benesov nahm sich jaroslav hasek (welch wohlklingender name) den puck, lief über das gesamte eis und tunnelte den torwart der gäste. Nur drei minuten später erhöhte der gleiche spieler auf 2:0. dieses mal in eigener überzahl setzte es wieder einen tunnel für malik ondrej im gästetor. In der folgenden drittelpause gings noch mal schnell in die stadionkneipe, bevor wir uns das letzte drittel von der gegengeraden aus anguckten. Von hier hatten wir den fanclub gut im blick. In der 43.minute fiel dann die entscheidung. Werner pavel erzielte das 3:0. pavel und hasek bildeten an diesem abend ein kongeniales sturmduo, welches von benesov (nur mit 12 feldspielern angereist) nie in den griff bekommen wurde. Jetzt ging es nur noch darum, ob volke martin das zu null hält, oder ob die gäste noch zum ehrentreffer kommen. rocco fand das spiel anscheinen recht langweilig, so dass er einem etwa 10-jährigen mädchen die lokale sportzeitung wegnahm und diese erst wieder zurückgab, als ihr bruder auftauchte. Decin verwaltete das spiel jetzt locker. Dem schiri war das alles wohl zu langweilig, so dass er strafen gab, die absolut nicht nachzuvollziehen waren, meist gegen decin. So ergab es sich, dass benesov zweimal zwei minuten am stück in 5gegen3 überzahl war aber rein gar nichts daraus machte. So bekam decins goalie martin seinen shut out, welcher gut gefeiert wurde. Bereits zehn sekunden vor der schlußsirene (decin hatte unbedrängt den puck) legte sich martin auf seine torlinie und fing an zu feiern. Nach der sirene versammelten sich alle deciner im mittelkreis, klopften mit ihren schlägern auf dem eis herum und verabschiedeten sich mit einem diver. Wir verabschiedeten uns dann auch, denn wir hatten ja noch ein spiel vor uns.
Leider wurde die a17 erst am Donnerstag geöffnet, so dass wir den üblichen weg über altenberg nehmen mussten. Soweit so einfach. Nur irgendwie hatte mein beifahrer (und navigator) einen kleinen aussetzter, so dass wir eine straße zu zeitig abbogen. Die ortschaften, welche wir dann passierten, hatten wahrscheinlich noch nie ein auto gesehen. Blöd nur, dass wir erst mal einige kilometer nur steil bergauf fuhren und es mit der zeit immer stärker schneite. Wenigstens hatten wir so einen tollen blick auf teplice, was den steilen abhang aber nicht weniger gefährlich erschienen ließ. Nach etlichen kilometern niemansland erreicheten wir dann doch noch einen ort (horny kroupka). Ab da gings bergab, also mit der straße. Nach einigen umwegen kamen wir dann doch noch zum grenzübergang. Doch dann der schock: grenzübergang geschlossen, alles schön mit baken und sperrzäunen zugerammelt. Zum glück handelte es sich hier nur um den alten grenzübergang und einige kilometer weiter passierten wir dann tatsächlich die deutsch-tschechische grenze. Nachdem die netten grenzbeamten mein auto nach feuerwerkskörpern durchsucht hatten (klar warum nicht, wir hatten es ja nur verdammt eilig) durften wir uns hinter einem tschechischen lkw einreihen, welcher mit atemberaubenden 30km/h fuhr. Irgendwann erreichten wir dann doch noch freital.
Dresden Frösche – Dresden Ice Pilots Die eisfläche in freital ist ansich gar nicht so schlecht. Zwar ist sie komplett offen, aber ein dach ist wenigstens drüber. Und neben der bande ist auf einer seite noch ein etwa fünf meter breiter streifen eis, auf dem sich die wechselspieler warm halten können. Das spiel endete übrigens 1:5.
Und schon waren wir wieder auf dem weg nach hause, dieses mal auf ner deutschen autobahn, welches schönes gefühl.
Bilder aus Decin http://de.pg.photos.yahoo.com/ph/fuchsfanchico/album?.dir=/a0acre2
Bi9lder aus Freital http://de.pg.photos.yahoo.com/ph/fuchsfanchico/album?.dir=/d4bare2
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Geplant war eigentlich die fahrt mit dem fanbus der bili tygri liberec zum auswärtsspiel nach prag. Leider wurde dieses spiel einen tag vorgezogen, weßhalb wir uns ein anderes match aussuchen mussten. Also fuhren wir (rocco, alex und ich) 16uhr in bautzen los. Zwei stunden sollten eigentlich für 70kilometer reichen. Leider hatten wir es mit der deutschen bahn, schneeregen und dickem nebel zu tun, so dass wir nicht ganz pünktlich in der halle waren. Es gab auch noch ziemliche verwunderung. Laut internet und laut ankündigungstafel vor dem stadion sollte decin gegen hvedza prag spielen. Allerdings hießen die gegner benesov.
HC Decin – VHS HC Benesov
Die wichtigste zahl des spiels lautet 11:36. so viel war im ersten drittel gespielt als wir die halle betraten, wir hatten aber noch keine tore verpasst. Wir blieben einen moment ehrwürdig stehen, denn die halle ist ein wahrer kollos. An drei seiten gibt es sitzplatztribünen, 18reihen hoch. 6000zuschauer finden hier platz. Es gibt nur etwa 100stehplätze, welche für den fanclub ‚fanatics’ reserviert sind. dieser fanclub machte während dem ganzen spiel stimmung, gesinge, geklatsche, zwei trommeln. Decin ist tabellenführer, benesov achter, was einen heimsieg folgen lassen sollte. Das spiel plätscherte im ersten drittel so dahin. In der drittelpause folgten wir dem knurren unserer mägen und bewegten uns in die stadionkneipe. Dort herrschte ähnlich dicker neben wie vorher auf der straße und das obwohl am tresen klar ‚zakas koureni’ stand (rauchen verboten). War schon recht lustig. Beim weiteren betrachten der halle fiel mir ein zimmer auf, welches mit riesiger glasscheibe richtung stadioninneren ausgestattet war, direkt neben dem vip-bereich. Es handelte sich dabei um das vereinszimmer des deciner fanclubs. Im vereinszimmer saß einer vorm pc, gibt’s hier sogar nen live-zicker? Weiterhin zu erwähnen war die große videowand, die von allen plätzen gut zu sehen war und ein etwa vier meter hoher weihnachtsbaum hinter dem deciner tor. Im stadion waren etwa 450 zuschauer, davon rund 40 vom fanclub.
Im zweiten drittel saßen wir hinter dem benesover tor, weil wir uns hier die meisten tore erhofften. Decin bestimmte klar das spiel, ohne sich jedoch ein bein auszureißen. In der 32.minute war es dann aber soweit. Bei überzahl benesov nahm sich jaroslav hasek (welch wohlklingender name) den puck, lief über das gesamte eis und tunnelte den torwart der gäste. Nur drei minuten später erhöhte der gleiche spieler auf 2:0. dieses mal in eigener überzahl setzte es wieder einen tunnel für malik ondrej im gästetor. In der folgenden drittelpause gings noch mal schnell in die stadionkneipe, bevor wir uns das letzte drittel von der gegengeraden aus anguckten. Von hier hatten wir den fanclub gut im blick. In der 43.minute fiel dann die entscheidung. Werner pavel erzielte das 3:0. pavel und hasek bildeten an diesem abend ein kongeniales sturmduo, welches von benesov (nur mit 12 feldspielern angereist) nie in den griff bekommen wurde. Jetzt ging es nur noch darum, ob volke martin das zu null hält, oder ob die gäste noch zum ehrentreffer kommen. rocco fand das spiel anscheinen recht langweilig, so dass er einem etwa 10-jährigen mädchen die lokale sportzeitung wegnahm und diese erst wieder zurückgab, als ihr bruder auftauchte. Decin verwaltete das spiel jetzt locker. Dem schiri war das alles wohl zu langweilig, so dass er strafen gab, die absolut nicht nachzuvollziehen waren, meist gegen decin. So ergab es sich, dass benesov zweimal zwei minuten am stück in 5gegen3 überzahl war aber rein gar nichts daraus machte. So bekam decins goalie martin seinen shut out, welcher gut gefeiert wurde. Bereits zehn sekunden vor der schlußsirene (decin hatte unbedrängt den puck) legte sich martin auf seine torlinie und fing an zu feiern. Nach der sirene versammelten sich alle deciner im mittelkreis, klopften mit ihren schlägern auf dem eis herum und verabschiedeten sich mit einem diver. Wir verabschiedeten uns dann auch, denn wir hatten ja noch ein spiel vor uns.
Leider wurde die a17 erst am Donnerstag geöffnet, so dass wir den üblichen weg über altenberg nehmen mussten. Soweit so einfach. Nur irgendwie hatte mein beifahrer (und navigator) einen kleinen aussetzter, so dass wir eine straße zu zeitig abbogen. Die ortschaften, welche wir dann passierten, hatten wahrscheinlich noch nie ein auto gesehen. Blöd nur, dass wir erst mal einige kilometer nur steil bergauf fuhren und es mit der zeit immer stärker schneite. Wenigstens hatten wir so einen tollen blick auf teplice, was den steilen abhang aber nicht weniger gefährlich erschienen ließ. Nach etlichen kilometern niemansland erreicheten wir dann doch noch einen ort (horny kroupka). Ab da gings bergab, also mit der straße. Nach einigen umwegen kamen wir dann doch noch zum grenzübergang. Doch dann der schock: grenzübergang geschlossen, alles schön mit baken und sperrzäunen zugerammelt. Zum glück handelte es sich hier nur um den alten grenzübergang und einige kilometer weiter passierten wir dann tatsächlich die deutsch-tschechische grenze. Nachdem die netten grenzbeamten mein auto nach feuerwerkskörpern durchsucht hatten (klar warum nicht, wir hatten es ja nur verdammt eilig) durften wir uns hinter einem tschechischen lkw einreihen, welcher mit atemberaubenden 30km/h fuhr. Irgendwann erreichten wir dann doch noch freital.
Dresden Frösche – Dresden Ice Pilots
Die eisfläche in freital ist ansich gar nicht so schlecht. Zwar ist sie komplett offen, aber ein dach ist wenigstens drüber. Und neben der bande ist auf einer seite noch ein etwa fünf meter breiter streifen eis, auf dem sich die wechselspieler warm halten können. Das spiel endete übrigens 1:5.
Und schon waren wir wieder auf dem weg nach hause, dieses mal auf ner deutschen autobahn, welches schönes gefühl.
Bilder aus Decin
http://de.pg.photos.yahoo.com/ph/fuchsfanchico/album?.dir=/a0acre2
Bi9lder aus Freital
http://de.pg.photos.yahoo.com/ph/fuchsfanchico/album?.dir=/d4bare2
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